[Blogtour] „Herbstmondin“ von Isabella Rameder …Warum der Großstadthengst nicht mit dem Dorfesel mag … Typische Vorurteile Stadt – Land

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Hallo ihr Lieben,

schön, dass ihr heute den Weg zu mir gefunden habt. Ich darf euch ganz herzlich zum 4. Tag der Blogtour zu „Herbstmondin“ von Isabelle Rameder begrüßen. Gestern habt ihr bei Doreen schon etwas über das Thema „Schamanismus“ erfahren und heute geht es bei mir weiter mit dem Thema Vorurteile zwischen Städtern und Dörflern.

Gerade Protagonist Mark hat im gesamten Verlauf der Geschichte immer wieder mit Vorurteilen und festgefahrenen Gedankengängen zu kämpfen, was die Bewohner des Dorfes angeht. Natürlich sind die Vorurteile auch bei einigen Dörflern vorhanden, doch Mark sticht deutlich in der Intensität heraus.

Da stellt sich doch die Frage, ob Städter allgemein vorurteilsbehafteter sind und vor allem, was es so alles für Vorurteile gibt. Vielleicht können wir auch das „Warum“, bei dem einen oder anderen, klären.

Als erstes fallen mir da die Vorurteile ein, die teilweise auch noch aus früheren Zeiten herrühren, z.B. Städter sind alle bleich und unsportlich“ oder „Dörfler sind ungebildet und einfältig.

(Quelle:http://www.dasbiber.at)

Diese Vorurteile sind sicherlich zu Zeiten der Industrialisierung nicht ganz unwahr gewesen, denn damals wurde in den Städten tatsächlich viel in Büros und Fabriken gearbeitet. Die Leute haben dadurch wesentlich weniger Sonnenbräune abgekommen, als die Leute in den Dörfern und waren auch nicht unbedingt so fit wie diejenigen, die den ganzen Tag auf den Feldern waren. Dafür waren in den Städten mehr Bildungsmöglichkeiten vorhanden, während auf den Dörfern dies noch nicht so ausgeprägt waren. So konnte ein gewitzter Städter den Dörfler schon mal übers Ohr hauen.

Diese Vorurteile haben heutzutage aber keinen Bestand mehr. Bildung ist in Dörfern und Städten gleich hoch, die Dörfler sind nicht mehr zwangsläufig Bauern und pendeln zur Arbeit, währen die Städter sich in Fitnessstudios schinden und sicher auch dem einen oder anderen Dörfler an Sportlichkeit überlegen sind.

Dann gibt es noch die Vorurteile über Mode und Auftreten: Da wird die Städterin mal schnell zur „Modetussi“, das Dorfmädel zum „Bauerntrampel“. Auch hier kann man sagen, dass diese Zustände sicherlich zur Zeiten der Industrialisierung ein bisschen gestimmt haben, denn Dörfler waren für die Mode zu arm und sie war noch dazu äußerst unpraktisch für die Landwirtschaft, doch heute kann man das nicht mehr pauschalieren. Mädchen vom Dorf drängen sich in Castingshows und wollen Topmodel werden, während in den Städten Mädels am Bahnhof abhängen und im Punkeroutfit sicherlich nicht modisch bestechen.

(Copyright: Karl Kühn; Quelle: http://www.fotocommunity.de/pc/pc/display/29743865)

Als letztes fällt mir noch das Vorurteil ein, dass „die Luft in der Stadt total dreckig ist und nur auf den Dörfern wirklich sauber“ – Dörfler bzw. „die Luft im Dorf immer nach Jauche und Mist stinkt“. An dieser Stelle muss ich sagen, dass es wohl eines der Vorurteile ist, welches durchaus sein Berechtigung hat. Allerdings kann man es auch hier nicht pauschalieren. Natürlich stinkt es zur Zeit der Jaucheausfahrt und des Felderdüngens auf den Feldern, aber hey, lieber mit Gülle düngen als mit Chemie. Denn Bio ist ja auch in der Stadt ganz groß angesagt. Auf den Höfen und Dörfern stinkt es nicht wirklich, denn eine ordentliche Landwirtschaft wirft den Dreck auf den Misthaufen oder in eine Jauchegrube und lässt die Ställe nicht vor sich hinstinken und verdrecken. Freilich ist es ein anderer Duft als in der Stadt, was aber auch daran liegt, dass es eben nicht so viele Autos, Fabriken, Kamine u.ä. gibt. Da sind wir dann beim Thema „verdreckte“ Stadtluft. Ja, die Luft in den Städten ist dreckiger, da sie deutlich mehr belastet ist durch die wesentlich größere Ansammlung an Menschen und Industrie. Dennoch muss man hier auch nach Stadtgrößen und anderen Faktoren unterscheiden. Kleinstädte haben meist ein recht saubere Luft, während Groß- und Industriestädte man der Luftverschmutzung deutlich mehr zu kämpfen haben.
Dieses Vorurteil hat sich also bewahrheitet, aber bitte auch hier niemals vergessen zu differenzieren.

Als Fazit lässt sich eindeutig sagen, dass viele Vorurteile überholt sind und völlig anderen Zeiten entstammen. Warum sie sich dennoch so gut halten und der Großstadthengst nicht mit dem Dorfesel mag? Nun es ist ja wie mit allem… man lernt es von den Eltern und die von ihren Eltern… so werden auch diese Vorurteile schon seit Generationen weitergereicht und wenn sich ein Städter ins Dorf oder in Dörfler in die Stadt verirrt, wird automatisch und unterbewusst versucht das Vorurteil zu bestätigen, anstatt es zu widerlegen. Wenn man lange genug sucht, findet man ja dann auch immer die Bestätigung und schon hat es eine weitere Generation geschafft, welche es an ihre Kinder weitergibt.

Ich hoffe, dass euch mein kleiner Exkurs zum Thema Vorurteile Stadt – Land gefallen hat und nun habe ich natürlich auch noch das Gewinnspiel für euch.
Ihr wisst ja schon, dass es auf jeden Blog, ein separates Gewinnspiel gibt, so dass ihr wenn ihr überall mitmacht, in 6 verschiedenen Lostöpfen seid und eure Chance deutlich erhöht.

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Was ihr tun müsst um in den Lostopf zu kommen?

Beantwortet mir einfach folgendes Frage in den Kommentaren:

Welche anderen Vorurteile Stadt – Land kennt ihr noch?

Teilnahmebedingungen:

1. Teilnahme ab 18 Jahren oder mit schriftlicher Einverständniserklärung
der Eltern
2. Versand der Gewinne erfolgt ausschließlich nach Deutschland,
Österreich und die Schweiz.
3. Für den Postweg wird keine Haftung übernommen.
4. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung der Gewinne
möglich.
5. Der/Die Gewinner sind im Falle eines Gewinns mit namentlicher Nennung auf den Seiten und Facebookseiten der teilnehmenden Blogs und des Autors einverstanden.
Teilnahmeschluss ist für alle der 2.4.16 um 23:59 Uhr.

Der Tourplan:

28.3 Buchvorstellung Charleen von Charleens Traumbibliothek
 29.3. Protagonistenvorstellung Julia von Büchersalat

30.3. Schamanismus bei Doreen von Kunterbunte Bücherkiste
31.3. Typische Vorurteile Stadt – Land bei mir
01.04. Wie viel Realität steckt hinter der Geschichte? – Zeina von Meine Bücherwelt
02.04. Autoreninterview – Diana von Chattys Bücherblog
03.04. Gewinnerbekanntgabe auf allen Blogs

13 Responses to [Blogtour] „Herbstmondin“ von Isabella Rameder …Warum der Großstadthengst nicht mit dem Dorfesel mag … Typische Vorurteile Stadt – Land

  1. Tamara Zimmermann sagt:

    Hallo :)

    Ich bin auf dem Land groß geworden und lebe jetzt in einer Stadt.
    Das Vorurteil, dass Menschen aus der Stadt unfreundlich sind und keine guten Umgangsformen kennen, fällt mir dazu ein.

    Es stimmt, dass Menschen auf dem Dorf viel öfter grüßen, wenn man sich auf der Straße begegnet, aber das liegt wohl eher daran, dass Menschen auf dem Dorf eine engerer Gemeinschaft haben/ sich persönlich kennen.
    Hier in der Stadt, kümmert sich kaum einer um den anderen und viele sind sich fremd.
    Würden die Städtler sich persönlich kennen, würden sie auch bestimmt freundlicher zu einander sein :)

    Lieben Gruß,
    Tammy

  2. Rüdiger S sagt:

    Da fällt mir als erstes ein, Der kommt (oder Die kommen) vom Dorf, der kann (die können) sich nicht benehmen. aber ich sage dazu nur „schwarze Schafe“ gibt es leider überall und man kann nicht alle über einen Kamm scheren. Die Mehrheit kann sich benehmen, genauso wie die Städter. ;-)

  3. karin sagt:

    Hallo und guten Tag,

    Städter sind gewitzter und Dörfler eher etwas langsam im Denken und handeln ist eines der Vorurteile die mir spontan einfällt.

    Dörfler leben hinter dem Mond, was Modegeschmack usw angeht…sind nicht so trendig wie Städter. Passt auch gut in dieses Schubladen denken.

    Aber egal jeder wie er es gerne möchte und mag.

    LG…Karin…

  4. Ivonne Niederhöfer sagt:

    Leute die auf dem Dorf leben sind freundlicher und kennen sich alle untereinander.

    Die Leute die in der Stadt wohnen sind meistens unfreundlich etwas anstrengend und haben fast nie Zeit sind immer in Eile

  5. Monja Freeman sagt:

    Huhu Sabrina,
    ich bin teils in der Stadt und teils auf dem Land groß geworden und kann also beides ganz gut beurteilen. Als Erwachsene habe ich mich für ein ländlicheres Leben entschieden, aber nicht Dorf. In einer Großstadt könnte ich aber nicht leben. Meine Eltern leben noch da und mir ist das alles zu hektisch und zu laut. Ja, ich bin ein Landpflänzchen geworden und das sagt man mir auch hin und wieder. Das ist mir aber wurscht. ANdere Vorurteile als die genannten? Hm ,oft wird den Landlern nachgesagt, das sie mürrischer und sprachfauler sind, als die Städter. Das kann ich aber so nicht sagen. Ich denke eher, das die Themen andere sind.
    Viele Grüße
    Monja
    Nefertari191174@web.de

  6. Jan Löring sagt:

    Hallo! ;)

    Was ich eigentlich recht häufig höre an Vorurteilen ist das die Städter überzeugt sind das die Dörfler oft noch im Steinzeitalter leben. Auch hört man hin und wieder, und das finde ich besonders schlimm, das auf dem Land schon fast so etwas wie Inzucht herrschen soll.
    Jedoch geht das auch andersrum, das die Dörfler denken die Stadtmenschen würden nur „rumhuren“ (entschuldigt die direktheit) und überhaupt nicht mehr wissen was leben wirklich heißt.
    Aber so oder so all diese Vorurteile sind veraltet und meist weit weg von der Realität. Jeder Mensch sollte so leben dürfen wie es ihm/ihr gefällt und der „Nachbar“ sollte weder mit Missgunst noch Neid herüber sehen!
    In diesem Sinne habt einen Traumhaften Abend! ;)

    LG Jan

  7. Steffi sagt:

    Mir fällt dabei ein das die Menschen auf dem dorf klüger sind u die in der Stadt nicht. Das die auf dem dorf toleranter sind als in der Stadt.

  8. natascha sagt:

    Huhu da mach ich doch noch schnell mit also ich hab 32 jahre in einem dorf gelebt da kennt jeder jeden was mich persönlich gestört hat den wen man sich den kleinen finger gebrochen hat war das wie eine stille post da ging das Gerücht rum bis es hieß man hat sich den arm amputieren lassen jetzt lebe ich seit 8 jahren zwar nicht direkt in der Großstadt ein bisschen ausserhalb aber das find ich klasse da ist man annonym man hat seine ruhe :-)

  9. Hallo…

    Ich als Landei kenne das auch heute noch. Sprüche wie: die Leute vom Land sind doch alles Trampeltiere, oder was kennen die denn schon ausser ihren Stall. Städter dagegen sind immer hektisch, als wären sie auf der Flucht. In der Stadt kennt man seine nächsten Nachbarn schon nicht mehr.
    Ich hab beides erlebt, heute wohnen wir in einer ländlichen Gegend, arbeiten tun wir in Eimer Großstadt. Ich bin ehrlich wohnen möchte ich dort nicht
    Lieben Gruß
    Jeanette von Eine Bücherwelt

  10. Martina Suhr sagt:

    Ich habe mein ganzes Leben in einer Stadt gewohnt und bin erst vor ein paar Jahren aufs Land gezogen. Das die Menschen hier freundlicher sein sollten kann ich nicht unterschreiben. Ich finde es sogar um einiges schwerer an die Menschen ranzukommen als in der Stadt.
    Außerdem sind die Menschen in der Stadt toleranter. Hier wird Sonntags in der Kirche über die Leute hergezogen. Als ob die alten Weiber nur drauf gieren, dass man einen schiefen Blick tut, damit sie neue Opfer haben.

  11. Sina Hollatz sagt:

    Hallo :)

    Das einzige, was mir dazu einfällt ist, dass man sagt Dorfmenschen seien langweiliger und Menschen aus der Stadt lebhafter. Sonst würde mir da gar nichts einfallen, aber deine Beispiele sind gut gewählt.

    Liebe Grüße
    Sina

  12. Hallo,

    – Auf dem Land seien die Menschen einfach gestrickt und verstehen kein Spaß außer der eigenen Hausarbeit.
    – In der Stadt schläft man gerne länger
    – auf dem Land seien die Menschen ungebildeter

    Das sind so Sachen die ich mal mitbekommen habe…

    Liebe Grüße
    Tanya

  13. Mira Reps sagt:

    Also ich bin auf einem kleinen Bauernhof groß geworden und habe 28 Jahre auf dem Land gewohnt. Jetzt wohne ich mitten in einer kleinen Stadt. Wenn ich beides vergleichen hat alles sein für und wieder. Auf dem Land hat man mehr Ruhe und die tolle Natur, hier in der Stadt hat man viele direkte Geschäfte und es ist immer was los. Aber auf dem Land finde ich persönlich alles intensiver was den Kontakt zu den Nachbarn angeht da ist es normal wenn man mal nach Eiern oder Milch gefragt hat, hier in der Stadt würden sie dich fragen ob du noch alle Tassen im Schrank hast Also definitiv ist es auf dem Land besser es fehlt mir…. Mira Reps

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